Die richtigen Lauflernschuhe fürs Baby

Ein bulgarisches Sprichwort heißt: „Gehen lernt man nur durch Stolpern“. Das trifft für Babys besonders zu. Ihr Krabbeln auf allen Vieren geht in den aufrechten Gang über. Dass sie dabei häufig hinfallen, ist normal und sollte von den Eltern nicht mit Sorge betrachtet werden. Welche Lauflernschuhe sind am besten für ein Kleinkind und was muss man beim Kauf beachten?

Wann braucht ein Kleinkind Schuhe?

Es gibt keinen festlegbaren Zeitpunkt, an dem ein Kleinkind mit Schuhen ausgestattet werden soll. Zunächst sollten Babys barfuß, in kalten Monaten mit noppenbehafteten Söckchen, das Laufen erproben. So bekommen sie ein gutes Gefühl für die Bewegungsabläufe, verbessern die Muskulatur ihrer Füße und lernen, das Gleichgewicht zu halten. Setzen sie einen Fuß vor den anderen, kann man versuchen, das Baby nicht mehr festzuhalten. Sobald es sich frei bewegt, sollte man über Babyschuhe nachdenken.

Babyschuhe – Tipps zu Größe, Kauf und Verarbeitung

Grundsätzlich sollten Lauflernschuhe weich, leicht und flexibel sein. Das Obermaterial kann aus weichem Leder, beispielsweise Rind oder Nappa, sein. Aber auch Leinen oder Baumwolle sind geeignet. Entscheidend ist, dass die Oberflächen weich sind und atmen können, da Kleinkinder aufgrund ihres noch nicht entwickelten Wärmehaushalts sonst schwitzen. Diese Schuhe benötigen weder Einlegesohle noch ein kerniges Profil. Im Gegenteil: Gerade die Sohle sollte mit Daumen und Zeigefinger leicht biegbar sein. Da Kleinkinder viele Dinge in den Mund stecken, sollte ihr Schuhwerk überdies speichelfest sein.

Es geht darum, dass die Entwicklung des Fußes nicht behindert wird. Deshalb sollten die Schuhe gewissermaßen durch ihre Verarbeitung an das Barfußlaufen anknüpfen. Dazu müssen Lauflernschuhe genügend Platz bieten. Dies ist problematisch, da Babys schnell wachsen, sodass angeblich vier von fünf Kleinkindern in zu engen Babyschuhen stecken.

Es empfiehlt sich deshalb, alle zwei bis drei Monate die Füße des Kindes neu messen zu lassen. Wer sich den Stress beim Einkaufen mit Kleinkindern sparen will, der kann bei spezialisierten Internethändlern in Ruhe auswählen und bestellen. Bei einigen Online-Versandhäusern sind Kopfumfang und Körperhöhe des jungen Schuhträgers als Orientierung für die zu ordernde Größe angegeben.

Wer häufiges Schuhe kaufen aufgrund des rapiden Wachstums der Babys vermeiden will, kann durchaus auf gebrauchte Schuhe zurückgreifen. Diese sollten allerdings vor dem Kauf wirklich in Augenschein genommen werden.

Wer Schuhe für seinen Nachwuchs besorgt, sollte auf verstärkte Fersen und vorn nach oben gezogene Sohlen achten. Dennoch sollten die Sohlen rutschfest und fersenlang sein. Der Rand am Schaft sollte gepolstert sein, überhaupt ist darauf zu achten, dass keine Nähte oder sonstige Teile den empfindlichen Babyfuß aufscheuern. Um das Umknicken der Knöchel zu verhindern, sollten die Schuhe nach oben hin darüber reichen.

Bei Kleidern achten verantwortungsbewusste Eltern schon häufig auf schadstoffarme und nachhaltige Produktion. Warum sollte dies nicht auch für Lauflernschuhe gelten? Die Anmerkung k.b.A. (aus kontrolliert biologischem Anbau) oder das BiO-Siegel der europäischen Union garantieren eine ökologische Herstellung. International sind ÖkoTex oder GOTS (Global Organic Textile Standard) Standards, die Nachhaltigkeit und biologische Grundsätze zertifizieren.

Fazit

Die genannten Dinge sind sinnvolle Anmerkungen, dennoch ist jedes Baby verschieden. Versetzen Sie sich in Ihr Kind und testen Sie bei Schuhen, aber auch bei allen anderen Bekleidungsstücken, ob diese dem Kind guttun. Bestimmte Designs oder der Preis sollten dabei keine übergeordnete Rolle spielen. Denn das Wichtigste ist, dass Ihr Baby sich wohlfühlt!

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