Unsere Kindergartenkinder im Wald?

In den letzten Jahren stellt sich für die Eltern von kindergartenreifen Kindern immer weniger die Frage ob, sondern in welchen Kindergarten ihre Sprösslinge gehen sollen. Es gibt die kirchlichen, die staatlichen, es gibt Montessori – und seit einiger Zeit immer mehr Waldkindergärten.

Kindergartenkinder WaldDas Angebot ist groß, was also tun, um ihren Kindern einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen?

Staat und Kirche

Die staatlichen und kirchlichen Kindergärten punkten hier mit hoher Professionalität und den eingefahrenen Abläufen, die sie als Eltern in der Regel nur mit dem Bringen und Holen ihrer Lieblinge belastet.

Zudem sind lang bewährte Kontakte zur örtlichen Schule für die Vorschulkinder von hohem Wert.

Montessori und Waldorf

Diese Kindergartenformen unterscheiden sich in der Pädagogik von den Regelkindergärten, aber auch im direkten Vergleich fällt auf, dass die Montessorikindergärten eher Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Die Waldorfkindergärten nehmen mehr Einfluss auf die Lebensgestaltung ihrer Familie, ganz im Sinne des Begründers der Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner. Beiden gemeinsam ist, dass sie als Eltern sich zu Arbeitseinsätzen verpflichten, was die Identifikation mit “ihrem” Kindergarten erheblich verbessert.

Der Wald

Relativ neu im Angebot sind die Waldkindergärten, die oft aus der privaten Initiative von Eltern entstanden sind, die mit dem regulären Angebot nicht zufrieden waren und deshalb entsprechende Trägervereine gegründet haben. Die Waldpädagogik ist am ehesten vergleichbar mit der von Maria Montessori. Dazu kommt der Aufenthalt der Kinder im Freien bei jeder Witterung, der das direkte Erleben der Natur zu jeder Jahreszeit ermöglicht. Das Engagement der Eltern ist bei dieser Kindergartenform wahrscheinlich am wichtigsten, weil sich hier noch keine fest gefügten Strukturen gebildet haben, die die Abläufe automatisieren.

Die Auswahl des richtigen Kindergartens richtet sich daher auf jeden Fall nach der Zeit, die sie dafür aufbringen wollen, aber auch nach der Art der Betreuung, die sie für ihre Kinder sicherstellen wollen.

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